Wie erzeugt man Energie aus Biomasse?


Unter Bioenergie versteht man aus Biomasse erzeugte Energie. Diese Biomasse besteht aus lebenden und toten Pflanzenteilen, aber auch aus Tierkadavern. Da die Natur jedes Jahr Nachschub an Biomasse liefert, ist sie im großen Umfang verfügbar. Somit stellt sie, unter den regenerativen Energien, mit 69% den größten Anteil dar.



Bioenergie ist vollkommen CO² – neutral

Beim Verbrennen von Biomasse wird lediglich soviel CO² freigesetzt, wie die organische Substanz zu Lebzeiten aus der Atmosphäre gebunden hat. Die Erzeugung von Bioenergie ist somit CO² – neutral.

Möglichkeiten der Nutzung von Bioenergie:

Bioenergie kann auf verschiedene Arten genutzt werden. Verwendung finden kann es als Treibstoff im Auto (vgl. Sunfuel), als Feuerungsmedium in Kraftwerken oder zu Heizzwecken (Altholz, Holzschnitzel und Pellets). Durch Vergärung von Gülle, Silage und Substrat in Biogasanlagen entsteht Biogas, welches nach Aufbereitung zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken verwendet werden kann. Das Gas könnte nach weitergehender Aufbereitung in das Erdgasnetz eingespeist werden. In der Praxis wird es jedoch in den meisten Fällen vor Ort genutzt.

Die Einsatzmöglichkeiten von Bioenergie sind vielfältig

Potenzial: Je nach Studie schwanken die Zahlen zwischen 15 bis 40% des Weltenergiebedarfs, die durch die Nutzung von Biomasse gedeckt werden könnten. 2007 wurden in Deutschland 12 Mio. Hektar Ackerland mit Energiepflanzen angebaut, was ca 12% der gesamt verfügbaren Ackerfläche entspricht. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums könnte diese Fläche bis 2030 verdoppelt werden und 12% des deutschen Kraftstoffbedarfs, 10% des Wärmebedarfs und 16% des Gesamtstrombedarfs decken.

Die Vor- und Nachteile der Bioenergie müssen genau miteinander abgewogen werden. Um Biomasse zu erhalten, muss diese zunächst in vielen Fällen angebaut und immer geerntet werden.
Für das “Abbauen” von Biomasse sind Maschinen notwendig, die wiederrum CO² emittieren, auch Transportwege bis zur Weiterverarbeitung müssen berücksichtigt werden.

Desweiteren entstehen durch Düngung und Schädlingsbekämpfung Belastungen für die Böden. Der Anbau von Energiepflanzen könnte die Ackerflächen von Lebensmitteln zurückdrängen und so zu einer Verknappung bzw. Verteuerung führen, worunter besonders die Menschen in den Schwellenländern zu leiden hätten.

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