Energierücklaufzeit

Erfahrungswerte zur Energierücklaufzeit von Solaranlagen

Mit der Energierücklaufzeit kann man bei energieerzeugenden Anlagen eine Aussage darüber treffen, wie viel Zeit es benötigt, die bei Produktion, Transport und Installation der Anlage erforderlichen Energiemengen durch den Betrieb der Anlage wieder zu erwirtschaften. Sollte eine Anlage also diesbezüglich einen negativen Wert haben, wäre sie unrentabel und ihr Bau unwirtschaftlich.

Die Energierücklaufzeit kann nicht nur in der Photovoltaik, sondern auch bei Wind- oder Wasserkraftwerken, aber auch konventionellen Kraftwerken angegeben werden. Je nach Anlage beträgt die Energierücklaufzeit in der Photovoltaik in etwa 2 – 6 Jahre.

In Deutschland kann davon ausgegangen werden, dass bei modernen Anlagen ein Zeitraum von 4 bis 5 Jahren vergeht, bis sich die Anlage bezüglich der Energie rentiert hat. Da Photovoltaikanlagen in südlicheren Breitengraden, wo generell mehr Sonnenstunden im Jahr herrschen und auch die Sonnenbahn höher ist, was einen besseren Einfallswinkel der Sonnenstrahlung bedeutet, eine höhere Energieausbeute haben, ist die Energierücklaufzeit dort geringer.

Der wichtigste Faktor für die Energierücklaufzeit von Photovoltaikanlagen sind natürlich die Solarzellen selbst; hier spielt der Wirkungsgrad eine entscheidende Rolle.

Weitere Faktoren zur Bestimmung der Energierücklaufzeit

Je nach Art der Solarzellen ist die Energierücklaufzeit daher unterschiedlich und steht im Zusammenhang mit der Produktion des Materials, aus dem die Zellen bestehen, wobei es sich zumeist um Silizium handelt. Der Energieaufwand für die Siliziumproduktion macht den Großteil der Energiekosten aus, da hier teils langwierige und energieintensive Verfahren angewandt werden müssen.

Die Verarbeitung zu Solarzellen fließt ebenso in die Rechnung ein wie die Energiekosten für die letztendliche Produktion der kompletten Solarmodule, da hierfür nochmals diverse industrielle Schritte nötig sind. Auch der Transport der Anlage spielt eine Rolle in der Berechnung, denn je nach Standort müssen umfangreiche Transportkosten in Kauf genommen werden.

Die Energie, die nötig ist, um die Anlage aufzubauen und in Betrieb zu nehmen, stellt den letzten Aspekt dar. Hat man alle diese Faktoren zusammengerechnet, lassen sich das Ergebnis mit den zu erwartenden Energiemengen abgleichen und die genaue Zeit für einen positiven Energierücklaufzeitwert ermitteln.

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