Wie kann man die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen einschätzen?
Die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen ein wichtiger Aspekt und sollte im Vorfeld einer Anschaffung geklärt werden. Hierbei ist zunächst es der Unterschied zwischen den stromerzeugenden Photovoltaikanlagen und der Wärmeproduktion mittels Solarkollektoren zu beachten.
Photovoltaikanlagen verursachen relativ hohe Investitionskosten, die sich aus den Modulpreisen, den Gerätepreisen für die Wechselrichter, Laderegler etc. sowie den Montagekosten, Wartungskosten und Versicherungsbeiträgen zusammensetzen. Hinzu kommen die Zinsen eines möglicherweise aufgenommenen Kredites sowie die errechneten Werte für den möglichen Eigenbedarf des erzeugten Stroms, denn hier werden bei über 30% Eigenverbrauch die höchsten Einspeisevergütungen über das EEG gezahlt.
In diesem Zusammenhang wichtig ist natürlich auch die prognostizierte Ertragsmenge an produziertem Solarstrom. Die Prognose kann in Abhängigkeit von den genutzten Modulen und Fläche in Kombination mit einer Abschätzung der im Jahresdurchschnitt zu erwartenden Strahlungsstärke ermittelt werden.
Sofern die jährlichen Einkünfte aus der Einspeisevergütung die Investitionskosten der Anlage innerhalb ihrer Lebensdauer übertreffen, geht man von ihrer positiven Wirtschaftlichkeit aus. Beim derzeitigen Stand der Vergütung gilt, dass sich Photovoltaikanlagen auch in kleineren Ausführungen als wirtschaftlich erweisen, zumindest aber bei plus minus null landen. Meistens kann jedoch von einem nach ca. 10 – 14 Jahren eintretenden Gewinn ausgegangen werden.
Solarkollektoren sind nur selten wirtschaftlich
Bei den Wärme erzeugenden Solaranlagen, Solarkollektoren also, sieht das Ergebnis für sich genommen jedoch anders aus, da diese kaum noch gefördert werden. Daher werden sie meist in Kombination mit Photovoltaikanlagen gebaut, weil so eine Förderung erlangt werden kann.
Bei den Solarkollektoren benötigt man zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit die Fläche der Kollektoren, die für die nächsten Jahre prognostizierten Preise für Öl, Gas oder Fernwärme, die Zinskosten für etwaige Kredite sowie Wartungskosten, Montagekosten und den Preis für die Anlage selbst.
Wie schon erwähnt wurde, ist die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen mit Solarkollektoren bei alleiniger Wärmeproduktion im Regelfall negativ, bei den kombinierten Anlagen sollte eigentlich eine positive Wirtschaftlichkeitsbilanz erreichbar sein. Es ist jedoch für den Einzelfall zu prüfen, ob dieses Ziel tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht werden kann.







Ich finde, bei Solaranlagen ist nicht unbedingt die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Natürlich sollte so eine Photovoltaikanlage möglichst wirtschaftlich sein, wenn man sich dafür entscheidet. Aber der wichtigste Grund, sich mit so einer Anlage auszustatten ist wohl der ökologische Faktor
In Anbetracht der Tatsache, welche Folgen Atomkraft haben kann, rechnen sich Solaranlagen in jedem Fall