MotoCzysz E1pc (2010)
Als “fortschrittlichstes Elektromotorrad der Welt” bewirbt die US-Firma MotoCzysz die MotoCzysz E1pc, das Sieger-Bike der TTR Xtreme 2010 auf der Isle of Man. Die Leistungen, die das futuristische Elektromotorrad dort zeigte, beweisen eines klar: elektrische Antriebe brauchen sich längst nicht mehr hinter konventionellen Benzinmotoren zu verstecken.
MotoCzysz E1pc: 225 Spitze
Beim Training auf der Isle of Man fuhr das konsequent auf hohe Performance getrimmte Elektromotorrad eine sagenhafte Spitzengeschwindigkeit von 225 Stundenkilometern ein und ließ die Konkurrenz damit souverän hinter sich. Augenfälligstes Feature der explizit für Rennzwecke konzipierten Maschine sind die zehn Hochleistungs-Lithium-Ionen-Akkus – fünf auf jeder Seite – die der E1pc ein unverwechselbar markantes Design verleihen.
Sie liefern die Energie für den ölgekühlten, 100 PS starken D1g1tal Dr1ve-Motor, eine Eigenentwicklung von MotoCzysz, der selbst bei maximaler Drehzahl noch so leise läuft, dass die Ingenieure eine Hupe am Lenker installierten, damit der Fahrer beim Überholen auf sich aufmerksam machen kann.
35 Kilogramm wiegt der Motor, der ein maximales Drehmoment von mehr als 320 Newtonmetern zur Verfügung stellt und damit eine beispiellose Power auf der Rennstrecke entfesselt. Das Aggregat, Entwicklung eines ehemaligen Cosworth-Ingenieurs, ist auf der Hinterradschwinge untergebracht.
D1g1tal Dr1ve – nicht nur für das Elektromotorrad
Das Antriebssystem der MotoCzysz E1pc ist vom Hersteller nicht nur für den Gebrauch in E-Bikes konzipiert: MotoCzysz bietet das System, das seine Leistungsfähigkeit beim TTR Xtreme so eindrucksvoll unter Beweis stellte, auch als Komplettlösung für Fahrzeughersteller an, die ein integriertes Antriebssystem für Elektrofahrzeuge benötigen.
Dass die kommerziellen Potenziale einer Hochleistungstechnologie weniger im Rennsport als in der Vermarktung in Serienfahrzeugen liegen, liegt auf der Hand. Ebenso wie die Vorteile, die sich für Fahrzeughersteller durch die Nutzung des innovativen Antriebs ergeben, denn die Entwicklung leistungsfähiger Elektroantriebe ist eine kostspielige und personalintensive Angelegenheit, und die Komponenten des D1g1tal Dr1ve-Systems sind optimal aufeinander abgestimmt.
MotoCzysz hat also in mehr als einer Weise gezeigt, wohin die emissionslose Reise gehen kann – bleibt abzuwarten, ob die Branche das zweifellos interessante Angebot nutzt.


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